Langfristige Rehabilitation immobilisierter Personen / nach chirurgischen Eingriffen

Übungen mit einem REHA-Spezialisten/Physiotherapeuten während einer langfristigen Immobilisierung sind äußerst wichtig, unabhängig vom Grund der Immobilisierung. Sie bedingen es in beträchtlichem Maße, inwiefern wir die völlige Leistungsfähigkeit wiedererlangen oder aber ob der aktuelle Behinderungsgrad gestoppt warden kann und sich nicht weiter vertieft. Die Rehabilitation hat auch die Aufgabe unerwünschten Komplikationen, wie z.B. Lungenentzündung, erhebliche Gewichtszunahme, Entwicklung eines metabolischen Syndroms entgegenzuwirken.

 

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Im Rahmen solch einer Rehabilitation bringt ein Höhenaufenthalt vielerlei Nutzen, wobei aber der Mechanismus derer Einwirkung seine Grundlagen in einem sportlichen Höhentraining hat. Der Aufenthalt in einer Atmosphäre mit gesenktem Sauerstoffgehalt und gleichzeitiger Rehabilitationsübungen bewirken eine adaptive Reaktion in Form einer höheren Puls- und Atembeschleunigung. Ferner wird eine höhere Aktivität vom vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (eng. VEGF) verzeichnet, was den Ausbau von Mikrokapillaren zur Folge hat, sodass sich die Durchblutung verbessert. Die Verbesserung der Durchblutung ist besonders wichtig innerhalb des Verletzungsbereichs bzw. im Bereich der postoperativer Wunden, was eine schnellere Geweberegeneration fördert (mehr Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Chirurgie). Eine höhere Aktivität von VEGF stimuliert die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO), sodass eine Erweiterung von Blutgefäßen erfolgt. Es verstärkt die Verbesserung der Durchblutung und regelt den arteriellen Blutdruck. .

Das Erythropoietin (EPO) übt vorteilhafte Effekte aus, weil es entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Zugleich führt seine höhere Konzentration zum Anstieg des Sauerstoffvolumens im Blut, sodass Personen, die unter Höhenbedingungen rehabilitiert werden, ‘eine gute körperliche Fassung’ erhalten (Wang JS. 2014). Die Reaktion von arteriellen Chemorezeptoren sowie vom Atemzentrum auf die Sauerstoffunterversorgung bewirkt eine Erhöhung des Atemminutenvolumes, was eine ausgezeichnete Methode der Atemrehabilitation ist. Durch den Anstieg der Atemzahl sowie seine Vertiefung wird ein Anstieg der Lungenvitalkapazität bei gleichzeitiger Reduzierung des toten Lungenraumes (potentielle Atelektaseherde) verzeichnet. Der Ruhepulswert wird retardiert, was ein gut prognostizierendes Anzeichen ist. Die Glukosewirtschaft wird verbessert, wodurch das Risiko des Auftritts von Diabetes mellitus verringert wird. Während der Exposition auf die Sauerstoffunterversorgung wird aus dem Muskelgewebe Leptin freigesetzt, das den Appetit mindert (mehr Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Metabolische Erkrankungen). Ein auf solch eine Weise geführter Rehabilitationsprozess lässt eine völlige Leistungsfähigkeit erzielen und/oder die Entwicklung unerwünschter Komplikationen sowie die Vertiefung des Behinderungszustands verhindern.

 

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Sämtliche o.a. Effekte sind dank des Einbezugs von Höhenaufenthalten in den Rehabilitationsprozess erreichbar. Die durch die Firma LOXYS® angebotene Lösung ermöglicht Höhenbedingungen im Bereich von 2.000m bis 6.000m ü.d.M. ohne Druckveränderung im Inneren von Räumen zu schaffen, wodurch das System für alle Benutzer durchaus sicher ist. Es ist keine vorherige Akklimatisation erforderlich, nach dem Öffnen der Tür und Betreten der Schwelle gelangt man in die vorgegebene Höhe. Das System wird rechnergestützt gesteuert. Es wird dadurch eine Dauerkontrolle der Parameter im Inneren der Räume, einschließlich der Kohlenstoffdioxidkonzentration sichergestellt. Kein anderes System auf dem Markt kann solche hochqualitative Betriebsparameter unter derer gleichzeitiger Dauerkontrolle gewährleisten. Unsere Lösung ist patentrechtlich geschützt. Mehr Informationen über die Technologie von LOXYS® finden Sie im Abschnitt – Details der Technologie LOXYS.