Asthma – chronische Erkrankung der Atemwege

Asthma bronchiale – eine Erkrankung, derer dominierendes Symptom eine akute Atemnot mit pfeifender Atmung ist, die sich aus einem chronischen Entzündungszustand im Bereich der Atemwege sowie aus der Überempfindlichkeit von Bronchien ergibt. Das Asthma bronchiale ist eine Erkrankung, die hundert tausende Menschen, darunter häufig Kinder betrifft und die dann den betroffenen Menschen üblicherweise sein ganzes Leben lang begleitet. Es bedarf einer ständigen Medikamenteneinnahme. Was noch wichtiger ist, man darf seine Arzneien nicht zu Hause vergessen, man muss immer darauf vorbereitet sein, dass man einen Anfall bekommen kann. Die Asthmakrankten müssen sich dessen ständig bewusst sein, dass eine plötzliche Verschärfung ein Risiko der Lebensbedrohung mit sich bringt. Dies beeinträchtigt wesentlich den täglichen Lebenskomfort, denn es wird eine vorbeugende Vorsorge in vielen Situationen benötigt.

 

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Wie Höhenbedingungen bei Asthma helfen können?

Bei einer weltweiten Forschung über Asthma-Erkrankungen wurde festgestellt, dass es äußerst selten Asthmatiker in Gebirgsländern, wie z.B. Tibet, vorkommen. Dies sind aber dennoch Forschungen, die relativ neu durchgeführt wurden. Dagegen wurden 1930 irgendwo im Gebiet Russland Experimente zu Militärzwecken durchgeführt, um die Wirkung von Höhenhypoxie (von gesenktem Sauerstoffgehalt in der Luft, und präziser gesagt – vom Abfall des atmosphärischen Drucks) auf den menschlichen Organismus zu testen. Es wurde bald beobachtet, dass der Aufenthalt unter Höhenbedingungen eine Reihe positiver Folgen (Serebrovskaya TV und Mitverfasser 2012) auslöst. Ein der beobachteten Effekte war eine völlige Remission von Asthmasymptomen und allergischem Rhinitis.

Der Heilmechanismus von Höhenbedingungen ist auf biochemische Reaktionen des Zellniveaus zurückzuführen. Vorausgesetzt, dass die Ursache für die Entwicklung von Asthma ein Entzündungszustand ist, ist es wichtig, vom Behandlungsstandpunkt aus, die Entwicklung der Krankheit zu verhindern. Das Hauptelement, das den Entzündungszustand auslöst, sind reaktive Sauerstoffformen (RFT), die in Reaktion auf den Auftritt eines Allergens entstehen. Ihre unkontrollierte Vermehrung führt zu sogenannten örtlich verschärften Oxidationsstress. Solch eine Situation ist ein Signal für Immunzellen, die sich auf den Punkt des entstehenden Entzündungszustands hin fortbewegen. In solch einem Punkt entsteht ein Entzündungsinfiltrat, das eine turbulente Luftdurchströmung erschwert. Ein häufiger Kontakt mit dem Allergen führt letztendlich zu einer Überempfindlichkeit der beschriebenen Reaktion. Aus diesem Grund ist es am wichtigsten das antioxidative System, präziser gesagt – antioxidative Enzyme zu verstärken, wodurch die Vermehrung von RFT und somit die Entstehung von einem Entzündungszustand verhindert wird. Das Nichtvorhandensein von Immunzellen und von einem Entzündungsinfiltrat ist gleichbedeutend mit dem Nichtentstehen eines Entzündungszustands, d.h. mit dem Nichtvorkommen von Krankheitssymptomen.

 

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Mit Hilfe von Höhenbedingungen wird eine Steigerung der Produktion reaktiver Sauerstoffformen (RFT) erzielt. Obwohl es auf den ersten Blick ungünstig zu sein scheint, so stimuliert eine erhöhte Menge reaktiver Sauerstoffformen die antioxidativen Enzyme, ihre Aktivität zu steigern, wobei der auslösende Faktor nicht ein lokal wirkendes Allergen, sondern eine systemische Reaktion ist. Auf solch eine Weise werden bei kurzzeitigen Expositionen auf Höhenbedingungen die wichtigsten Schutzelemente unseres Organismus, nämlich antioxidative Enzyme, verbessert. Diese Heilmethode für das Asthma wird in Russland sowie in manchen Ländern der ehemaligen Sowjetunion bereits seit zwei Dekaden angewandt, so dass eine recht große Anzahl an Ausarbeitungen und Arbeiten diesbezüglich verfasst wurde. Infolge der Isolation sowie anderer Faktoren waren die Ergebnisse dieser Forschungen der Allgemeinheit nicht bekannt. Aus diesem Grund lernt die westliche Welt der Wissenschaft und der Medizin wohltuende Eigenschaften einer ‘Sauerstoffunterversorgung’ erst seit einigen Jahren kennen.

In veröffentlichten Forschungen russischer Wissenschaftler wurden u.a. folgende Fälle dargelegt:

  1. In einer künstlich geschaffenen Höhe von 3500m verbrachten Kinder 1h täglich über einen Zeitraum von 25 Tagen. Effekt: bei 72% der Kinder wurde eine völlige Remission von Asthmasymptomen festgestellt, bei 20% der Kinder wurde die Arzneimenge wesentlich verringert und bei 8% der Kinder wurde keine Reaktion auf die Behandlung verzeichnet (Kulberg AY 1997).
  2. Eine Gruppe von 200 Kindern atmete eine Luftmischung mit gesenkter Sauerstoffmenge auf dem Niveau von 12%-15% über 5 Minuten ein, demnach eine Pause von 5 Minuten erfolgte. Dieser Vorgang wurde viermal täglich 10 Tage lang wiederholt. Es wurde festgestellt, dass bei 85% der Kinder die Symptome der Krankheit wesentlich abklangen, und was noch wichtiger war, die Effekte dieser Therapie hielten über 4 Monate an, so dass es möglich war, Arzneimittel in jeweiligem Zeitraum abzusetzen (Anokhin MI. und Mitverfasser 1992).

 

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Die beiden angeführten Forschungen belegen, was für ein großes Potential die Exposition des Menschen auf Bedingungen mit geringerem Sauerstoffgehalt in der Luft haben kann. Ferner sind viele andere Vorteile solch eines Höhentrainings zu sehen, z.B. bei Patienten, die an Asthma, allergischer Rhinitis, Diabetes mellitus, Hypertonie und Adipositas sowie an chronisch obstruktiver Lungenerkrankung leiden (Burtscher M. und Mitverfasser 2010).