Hypertonie – eine Krankheit unserer Zeit

Die Hypertonie ist die am häufigsten vorkommende kardiologische Krankheit auf der Welt. Sie wurde unter ‘metabolische Erkrankungen’ nicht ohne Grund eingestuft. Die Hypertonie teilt sich in primäre Hypertonie und in sekundäre Hypertonie, wobei die meisten Hypertonie-Fälle die sekundäre Hypertonie betreffen. Sie ist durch einen ungesunden Lebensstil bedingt, der dann zu Übergewicht/Adipositas und zur Hypercholesterinämie führt. Das Übergewicht und ein erhöhter Cholesterinspiegel haben eine beträchtliche Herzbelastung sowie eine Senkung der Flexibilität von Blutgefäßen zur Folge, was sich in einem pathologischen Anstieg von arteriellem Druck wiederspiegelt. Aus diesem Grund sollte die Behandlung der arteriellen Hypertonie mit dem Versuch der Änderung von Essensgewohnheiten sowie der Erhöhung der körperlichen Aktivität anfangen. Die Medikamente sollten dabei lediglich eine Stabilisierungsfunktion für den arteriellen Druck haben. Jedoch in Anbetracht von häufig auftretenden Problemen mit der Änderung bisheriger Essensgewohnheiten sowie von Unlust zur körperlichen Aktivität (deren Effekte erst nach einer längeren Zeit zu sehen sind) verlieren die Patienten ihre Motivation zur Arbeit an der Verbesserung des entstandenen Sachverhalts.

 

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Effekt schon nach wenigen Höhenaufenthalten?

Und wenn gesundheitliche Effekte sich bereits nach einigen Trainings bemerkbar machen könnten? Solch eine Möglichkeit gibt ein Training in einer Höhe von ca. 2700m ü.d.M., das man in einem beliebigen, mit LOXYS®-Technologie ausgestatteten Raum durchführen kann. In diesen Räumen herrscht ein angenehmer konstanter Luftdruck von ca. 1013 hPa, der keine zusätzliche Belastung für das Herzkreislaufsystem des Patienten zur Folge hat. Schon nach lediglich ca. 10-12 Trainingseinheiten ist es möglich, das Körpergewicht zu reduzieren, den Cholesterinspiegel zu senken sowie die Glukoseempfindlichkeit von Zellen deutlich zu steigern.

Diese Effekte sind in solch einer kurzen Zeit nur dank adaptiver Reaktionen unseres Organismus auf die Höhenbedingungen erreichbar. Die Höhenbedingungen bewirken, dass unser Organismus selbst nach maximaler Leistung strebt, sowohl auf einem biochemischen Niveau als auch auf dem Niveau des gesamten Systems. Das Höhentraining selbst bewirkt auch die Senkung des arteriellem Blutdrucks (außer die Beseitigung von jeweiligen erregenden Faktoren), indem er eine erhöhte Ausscheidung von Stickstoffmonoxid nach den Höhentrainingseinheiten innerhalb der Blutgefäße auslöst. Das natürliche Stickstoffmonoxid regelt die Spannung der arteriellen Gefäße und bildet eine Gegenwirkung zu dem sogenannten Endothelin-1, einem Faktor, der die Verengung von Blutgefäßen bewirkt (beide sollten in unserem Organismus in einem relativen Gleichgewicht vorkommen).

Die o.a. Resultate werden bereits bei einem passiven Höhenaufenthalt sichtbar, die Intensität von solch einem Training kann also auf niedrigste Stufe eingestellt und dann sehr langsam gesteigert werden.

 

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Die Adipositas und falsche Diät führen zur Erhöhung des Cholesterinspiegels, und in Extremfällen kann das sogar Diabetes mellitus auslösen. Diese Faktoren induzieren das Auftreten einer größeren Menge von Entzündungsmarkers und den Anstieg der Konzentration von Endothelin-1 zum Nachteil von Stickstoffmonoxid. Solch eine Situation hat den Anstieg von arteriellem Druck zur Folge. Mit Höhentrainings wird der vorher genannte Anstieg des Stickstoffmonoxidspiegels bewirkt, sodass das  Blut in das beanspruchte Gewebe gelangen kann, indem es die entsprechenden Blutgefäße ausdehnt, was gleichzeitig die Senkung des Blutdruckes zu Folge hat. Weiterhin steigt der vaskulär endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) an, der den Ausbau vom Kapillargefäßnetz, insbesondere in das Fettgewebe bewirkt (mehr Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Adipositas). Zugleich ist beim Höhentraining eine Verstärkung des Immunsystems zu beobachten. Insbesondere steigt die Aktivität antioxidativer Enzyme, was die Senkung von Entzündungsmarkers bewirkt. So stellt sich – sehr kurz gefasst – mit der Hilfe des Höhentrainings in einer Höhe von bis zu 2.700 m ü.d.M. die Möglichkeit zu einer schnellwirkenden Behandlung desarteriellem Überdruckes dar.