Muss eine Kontusion einen Formrückfall zur Folge haben?

Bei einem Trainingszyklus bzw. während eins Wettbewerbs kann es zu einer Kontusion bzw. zu einer Verletzung kommen. Eine Kontusion schließt den Wettkämpfer aus dem Wettbewerb aus bzw. unterbricht den Vorbereitungszyklus. In beiden Fällen bringt es einen drastischen Formrückfall mit sich. Die vorab über längere Monate antrainierte Leistung kann zunichtegemacht werden. Aus diesem Grund ist es erforderlich, so schnell wie möglich, einen REHA-Prozess einzuleiten. Eine schnell eingeleitete Rehabilitation lässt die körperliche Leistungsfähigkeit erhalten bzw. den Verlustprozess vorhandener körperlicher Leistungsfähigkeit verlangsamen. Der REHA-Prozess hängt jedoch mit der Führung eines sog. sparsamen Lebensstils zusammen, was einen Verlust der Muskelmasse bei gleichzeitigem Fettgewebezuwachs bewirkt. Um unerwünschte Effekte, die während der Unfallpausen entstehen können, zu vermeiden, müssen in den REHA-Prozess moderne Methoden und Tools mit einbezogen werden. Ohne entsprechende Tools kann eine traditionelle REHA-Form erst nach der völligen Heilung einer verletzten Stelle eingeleitet werden, wobei der REHA-Prozess selbst zu wenig intensiv ist, um die bestehende Form erhalten zu können. Aus diesem Grund haben Sportler und Sporttreibende, die nach erfolgten Kontusionen und Verletzungen intensiv trainieren, Probleme mit der Motivation, was meistens auf einen beträchtlichen Rückfall der körperlichen Leistungsfähigkeit zurückzuführen ist.

 

loxys-25

 

Höhenumgebung

LOXYS® stellt Ihnen ein Tool zur Verfügung, mit dem der REHA-Prozess unmittelbar nach der Versorgung der Kontusion/Verletzung begonnen werden kann. In der Vorphase des REHA-Prozesses – und präziser gesagt – in der Phase der Förderung des Heilungsprozesses – braucht man nur zu liegen! Wie ist es dann möglich? Die Grundlage, der von uns angebotenen Lösung sind die Höheanpassungsfähigkeiten des Menschen sowie mehrjährige Erfahrung bei der Bereitstellung von Höhenbedingungen. Ein Aufenthalt eines Menschen unter nachgeschaffenen Höhenbedingungen, im Bereich von 2800–4200m ü.d.M., führt zu einer sofortigen physiologischen Reaktion des Atem- und Kreislaufsystems. Diese Reaktionen hängen mit dem Anstieg der Atemanzahl sowie mit der Atemvertiefung und mit dem Anstieg der Herzfrequenz zusammen. Ein weiteres Element einer adaptiven Reaktion ist Aktivierung des Hypoxie-induzierten Faktors (HIF 1A – engl. hypoxia induced factor). Dieser Faktor wirkt auf viele Prozesse, die in menschlichem Organismus ablaufen ein und führt zur besseren Sauerstoffnutzung sowie zur Verbesserung der Kohlenhydratwirtschaft. Eine der Reaktionen ist der Auftritt von vaskulärem endothelialem Wachstumsfaktor, der insbesondere bei den am wenigsten mit Sauerstoff und mit Nahrungsmitteln versorgten Geweben aktiv ist. Dieser Faktor bewirkt den Ausbau von Kapillargefäßen im Bereich der o.a. Gewebe (Neubauer JA. 2001). Als solche Stellen gelten Schwellungen bei Kontusionen, Verletzungen und postoperativen Wunden – mehr dazu können Sie dem Abschnitt betreffend Chirurgie lesen. Die Verbesserung der Durchblutung an diesen Stellen bewirkt eine schnellere Wundheilung sowie eine wesentliche Rückbildung von Schwellungen. Der Ausstoß von einer größeren Menge von EPO (Erythropoietin) bewirkt eine Verstärkung der Sauerstoffzuführung am Gewebe. Die Verbesserung der Sauerstoffsättigung im Blut ist eines der Elemente, die den max. Sauerstoffspiegel (VO2max) erhöhen, aus diesem Grund erfolgt – trotz der Immobilisation – kein Verlust der Leistungsfähigkeit. Das Erythropoietin weist zugleich entzündungshemmende Eigenschaften auf und die Regeneration von nervomuskulären Verbindungen fördert.

 

loxys-26

 

Eine weitere Folge einer feinen Sauerstoffunterversorgung, die durch die Reizeinwirkung von Höhenbedingungen auf den menschlichen Organismus bewirkt werden, ist die rheologische Änderungen von Bluteigenschaften in Form von höherer Viskosität und die Flexibilität von Blutkörperchen. Diese Änderungen tragen zur besseren Ernährung beschädigter Muskelstrukturen bei, was deren Regenerationsprozess beschleunigt (Espinosa C.N. 2014). Dies ist durch ein einfacheres ‘Durchdrücken’ von Blutkörperchen an den verletzten Bereichen möglich. Die Exposition des menschlichen Organismus auf Höhenbedingungen führt zur Freisetzung von Leptin aus Fettgewebe. Leptin ist ein Hormon, das das Hungergefühl regelt. Bei einem hohen Leptinspiegel im Blut, sendet das Gehirn keine Appetitsignale. So wird es verhindert, dass im Heilungs- und REHA-Prozess überschüssige Kalorienmengen eingenommen warden können. Zugleich erfolgt eine Verbesserung des Glukosetransports der Zellen sowie eine bessere Durchblutung im Fettgewebebereich, was den Verbrennungsprozess beschleunigt. Mehr Informationen dazu können Sie im Abschnitt Metabolische Erkrankungen nachlesen. Ferner wird auch eine beträchtliche Menge von Wachstumsfaktoren, wie der insulinähnlicher Wachstumsfaktor (IGF-1) freigesetzt, der den Verlust von Muskelmasse verhindert.

Während eines Heilungsprozesses können REHA-Maßnahmen, die unter nachgeschaffenen Höhenbedingungen geführt werden, wie ein vollwertiges Training betrachtet werden. Eine geringe körperliche Betätigung in der Höhe von ca. 2800–4200m ü.d.M. wird dermaßen anstrengend sein wie ein intensives Training im Tieflandgebiet (Urdampilleta A. 2012). Auf solch eine Weise tragen die Führung von klassischen REHA-Maßnahmen samt wohltuender Einwirkung von nachgeschaffener Höhe zum Aufbau der Kondition, Verbesserung des Atem- und Kreislaufsystems bei und sorgen für eine bessere Ernährung von Verletzungsbereichen und deren schnellere Regeneration.

Wenn man nach dem Ablauf eines gesamten REHA-Prozesses die körperliche Betätigung bzw. das Training wiederaufnehmen will, so kann ein weiterer Anlauf unter nachgeschaffenen Höhenbedingungen von 2500 –2700m bei einer geringen Intensität der körperlichen Betätigung erfolgen. Es wird dadurch ein Schutz vor dem Rückfall der Kontusion gegeben, bevor die geheilte Stelle ihre ursprüngliche Festigkeit erreicht. Die Senkung der Höhe ist auf den Anstieg der Intensität der körperlichen Betätigung zurückzuführen. Die Trainingfortsetzung unter Höhenbedingungen bringt eine ganze Reihe zusätzlicher Vorteile – mehr dazu können Sie im Abschnitt Leistungssport erfahren.

 

loxys-27

 

LOXYS® – REHA-Methode auf dem höchsten Niveau

Die obigen Effekte sind in Ihren Behandlungsräumen, Krankenhäusern und in sämtlichen anderen Anstalten, die sich mit Behandlungs- und Rehabilitationsprozess beschäftigen, erreichbar. Es ist dabei wichtig, dass die Lösung von LOXYS® im Rahmen bestehender räumlicher Infrastruktur eingesetzt werden kann. LOXYS® sichert stabile Höhenbedingungen, die einer Dauerkontrolle unterliegen. Das gesamte System wird an die Klima- und Lüftungsanlage angeschlossen, sodass eine Konzentration von Kohlendioxyd vermieden wird. Dadurch wird eine hohe Luftqualität im Raum gesichert. Mehr über unsere Technologie können Sie dem Abschnitt Details der Technologie LOXYS® und über die Einwirkung von Höhenbedingungen auf den menschlichen Organismus dem Reiter Warum Hochgebirgsklima? entnehmen.