Expedition ins Hochgebirge

Wer ernsthaft darüber nachdenkt in die hohen Berge zu fahren, unabhängig davon, ob diese Reise eine Art der Entspannung oder sportlichen Aktivität werden soll, sollte sich an den Grundsätze der Höhenakklimatisierung halten. Diese Regeln gelten, wenn Sie länger in einer Höhe ab 2.500 m ü. m. bleiben wollen. Das nicht befolgen dieser Regeln kann zu unangenehmen Symptomen führen, wie z. B.:

  • Kopfschmerzen,
  • Übelkeit / Erbrechen,
  • Schlaflosigkeit,
  • Schwäche,
  • Orientierungslosigkeit,
  • Mangel an Appetit.

Statistiken zeigen, dass etwa 60 % der potentiellen Gipfelstürmer, bei einer Höhe über 5.000 m ü. m., am Ende allein durch die schlechte Akklimatisation auf die dortige Höhenlage, diese nicht erreichen.

 

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Höhenanpassungsprogramm von LOXYS®

LOXYS® bietet Ihnen ein Werkzeug, mit dem ist es möglich, eine Höhenanpassung durchzuführen, bevor man noch in die Berge fährt. Dies lässt die Kosten für solch eine Reise erheblich senken. Dieses Tool ist ein Höhenanpassungsprogramm unter nachgeschaffenen Höhenbedingungen. Es ermöglicht eine Voranpassung in einem Trainingszyklus von 10 Trainigssessionen zu je 2h unter Bedingungen der allmählich steigenden Höhe durchzuführen, und zwar von 2.500 bis 6.000m ü.d.M. Jede Trainingssession fängt in einer neuen Höhe an. Spezielle Laufbänder werden unter einem hohen Winkel (bis zu 45 Grad!) eingestellt, und Kletterer trainieren in eigenen Kletterschuhen und mit Rücksäcken mit einer Belastung von ca. 20 kg. Ein langsames Klettern unter solchen Bedingungen sorgt für optimale Aktivierung von Schlüsselmechanismen, die für den Effekt der Anpassung an den jeweiligen Höhenaufenthalt zuständig sind.

Dank solch einer Vorbereitung unter normbarischen Bedingungen können Sie noch vor dem Antritt der Reise eine entsprechende physiologische Reaktion Ihres Organismus auslösen, und zwar:

  • Anstieg von EPO – Erythropoetin,
  • Anstieg der Zahl der Erythrozyten,
  • Anstieg vom Hämoglobinspiegel,
  • Anstieg von Hämatokrit,
  • Anstieg der Myoglobinmenge in den Muskeln,
  • Anstieg von Mitochondrien in den Muskeln,
  • Ausbau des Kapillarnetzes, so dass die Muskeln besser mit Sauerstoff versorgt werden (Beidleman BA. und Mitverfasser 2004).

Ferner wird nach einem vollen Trainingszyklus zusätzlich Folgendes beobachtet:

  • Anstieg von VO2max (max. Sauerstoffverbrauch),
  • Ausgleich der Herzfrequenz,
  • Anstieg der Sauerstoffsättigung im Blut (prozentuelle Bestimmung der Sauerstoffsättigung der Hämoglobin SaO2).

Die o.a. Effekte sind für eine Änderung im Laufe eines simulierten Höhentrainings charakteristisch (Czuba M. und Mitverfasser 2013).

 

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Anpassung unter natürlichen Bedingungen

Die Höhenanpassung kann selbstverständlich auch vor Ort, in Hochbergen, gem. den u.a. Hauptgrundsätzen erfolgen:

  1. Nach Überschreitung der Höhe von 2.500m ü.d.M. ist die weitere Bergtour/Klettertour dermaßen zu planen, dass die erste Übernachtung unterhalb von 3.000m ü.d.M. stattfindet.
  2. In folgenden Tagen sollte man nicht mehr als 1.000m der Höhe je Tag steigen.
  3. Die Übernachtung sollte dagegen 300m höher als die letzte Übernachtung erfolgen. Diesbezüglich ist dem generellen Grundsatz zu folgen, der lautet „Hoch klettern, tief schlafen”.
  4. Zugleich ist eine direkte Beförderung (z.B. mit einer Seilbahn) in eine Höhe von über 3.000m ü.d.M. zu vermeiden.
  5. Falls erforderlich, sind vor dem weiteren Steigen 2 Nächte in dieser Höhe zu verbringen (Richtlinien von Union Internationale des Associations d’Alpinisme (UIAA).

Solch eine Höhenanpassung, indem die Höhe schrittweise erobert wird, erfolgt sehr langsam und nimmt viel Zeit in Anspruch. Die Nichtbeachtung von Anpassungsgrundsätzen bei gleichzeitigem Fehlen einer Voranpassung kann zum Auftritt einer ‘akuten Höhenkrankheit’, darunter u.a. zu Höhenhirnödem und/oder Höhenlungenödem und sogar zum Tod führen. Deswegen ist es sehr ratsam – bei kurzen Touren in Hochbergen – ein intermittierendes Hypoxietraining abzuschließen.

 

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